Ein klassisches Problem vieler Unternehmen: Auf der Website wird inhaltlich anders kommuniziert als auf LinkedIn oder Instagram. Kampagnen folgen oft unterschiedlichen inhaltlichen Logiken, je nachdem, wer sie verantwortet. Was fehlt, ist eine gemeinsame Linie. Einzelne Beiträge mögen zwar gut gemacht sein, doch zusammengenommen ergibt sich oft kein einheitliches Bild der Marke.
Genau das schwächt die Marke. Ohne ein klares, wiedererkennbares Kommunikationsmuster fehlt Orientierung und damit die Grundlage für Vertrauen. Denn Vertrauen entsteht nicht nur durch kreative Marketingkampagnen, sondern durch Konsistenz der Kommunikation über verschiedene Kanäle hinweg. Genau an dieser Stelle konnten wir bei der EUKO-Konferenz 2025 in London anknüpfen.
Themen der EUKO 2025
Die EUKO-Konferenz ging dieses Jahr in ihre 25. Runde. Austragungsort war die University of West London und im Mittelpunkt stand das Thema Storytelling. Denn Geschichten bleiben besser in Erinnerung und tragen zu einem höheren Wiedererkennungswert der Marke bei. Das alleine reicht aber nicht, denn auch das beste Storytelling funktioniert nicht, wenn die Botschaft nicht konsistent über alle Kanäle hinweg transportiert wird. Das Entscheidende dabei ist, diese Konsistenz messbar zu machen und darüber handelte auch unser Vortrag.
Der blinde Fleck bei Unternehmen
Vielen Marken fällt es aufgrund zunehmender Frequenz der Kommunikation und der Kommunikationskanäle schwer, konsistent zu kommunizieren. Mit einer comparative Case Study haben wir uns dies am Beispiel zweier bekannter Marken: Coca-Cola und Patagonia genauer angeschaut. Die Studie hat die zentralen Werte beider Marken identifiziert und überprüft, wie stark diese in unterschiedlichen Kommunikationskanälen vertreten sind.
Bedeutung für die Praxis
Wer Vertrauen aufbauen will, braucht Klarheit und Konsistenz. Nicht inhaltlich identisch, aber erkennbar. Konsistenz ist der Rahmen, in dem gute Geschichten ihre Wirkung entfalten. Genau diese Konsistenz ist steuerbar, wenn Unternehmen beginnen, sie ernst zu nehmen und systematisch zu analysieren.
comdaily Fazit: Die EUKO-Konferenz ein Ort, an dem viele spannende Perspektiven aufeinander trafen. Vertreter aus der Forschung und Praxis diskutierten intensiv über zentrale Aspekte strategischer Kommunikation und kamen zu aufschlussreichen Ergebnissen. Mir wurde klar, dass viele Unternehmen wissen, dass Storytelling wichtig ist, aber sie wissen nicht, wie sie es gezielt steuern oder bewerten können. Ein überraschender Moment war zudem die Ausstellung einer Fotografin vor Ort. Sie zeigte Bilder, die kleine Geschichten erzählen - völlig ohne Worte. Auch das ist Storytelling und erinnert daran, dass Wiedererkennbarkeit nicht nur im Text entsteht, sondern auch in Bildwelten.




